Herne. Mit der Weltgebetstagskerze ist das Vorbereitungsteam aus acht katholischen und evangelischen Frauen zu Beginn eines ökumenischen Gottesdienstes in die Dreifaltigkeitskirche der Petrus-Kirchengemeinde eingezogen. Dass die Cookinseln im Südpazifik ein wunderbares Geschenk der Schöpfung sind und die Menschheit zu ihrer Bewahrung herausfordern, machten die Gebete und Lieder der diesjährigen Weltgebetstagsliturgie deutlich.
„Gott hat uns gut gemacht, auch mal ängstlich in der Nacht. Dein Werk ist wunderbar. Meine Seele machst du stark. Jeden Tag sing ich von Dir.“ So lautete der gesungene Gebetsruf, jeweils nach den Lebensläufen dreier Maori-Frauen, der 15-jährigen Mii, der 1958 geborenen Vainiu und der Ärztin Dawn. Drei Lebensläufe, die die Lebensverhältnisse der vom Meer umgebenen Orte in ihrer Alleinlage spiegeln. Die sich daran anschließenden Gebete brachten auch die Klage zur Sprache, dass menschliche Überheblichkeit und mangelnder Respekt vor der Schöpfung zur Zerstörung der Meere führen. Die Christinnen der Cookinseln verstehen den Dienst ihrer Gemeinden, zum Beispiel im Bereich der Gesundheitsförderung, als Antwort auf den Segen Gottes.
Dem dienen auch die Kollekten der Weltgebetstagsgottesdienste. In der Dreifaltigkeitskirche kamen 435 Euro zusammen für Projekte zum Beispiel im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh zur Bekämpfung des Klimawandels oder zur Förderung von Frauen in der Textilindustrie in Bangladesh. Auch in Castrop-Rauxel Wanne-Eickel fanden – wie jedes Jahr – am ersten Freitag im März Ökumenische Gottesdienste zum Weltgebetstag der Frauen statt. HHB
FOTOS: GÜNTER MYDLAK
- In der ökumenischen Weltgebetstagsbewegung vereint: Katholische und evangelische Frauen aus Herne-Süd und Constantin in der Dreifaltigkeitskirche.
- Brigitte Wilms (Querflöte) und Kerstin Heppener Klavier) sorgten für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.