Castrop-Rauxel. „Singen macht glücklich“ – das haben Teilnehmende der gleichnamigen Veranstaltung am 8. März im Wichernhaus der Paulus-Kirchengemeinde Castrop erfahren. Im Rahmen der neugegründeten Regionalstelle Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herne begrüßte Petra Stach-Wittekind die Gäste der Veranstaltung, die Kreiskantor Wolfgang Flunkert mit auf eine Reise durch verschiedene Musikepochen nahm.
„Der älteste Text in der Bibel ist kein Gesetzestext, sondern ein Lied“, sagte er. „In der Bibel befindet sich überdies eine 150 Lieder umfassende Sammlung.“ Die Teilnehmenden lernten einige Psalmen und deren Melodien kennen. Durch die Vertonung ließe sich die direkte Auswirkung der Texte erleben – seit dem 4. Jahrhundert bis heute. „Die Menschen damals sollten durch die Lieder angesprochen werden; so wurden bekannte Schlager der jeweiligen Zeit genommen und mit neuen geistlichen Texten zu Glaubensliedern umgewandelt“, erläuterte Flunkert. Die Teilnehmenden erlebten, was im menschlichen Körper passiert, wenn man singt: Die Atmung wird vertieft und Glückshormone werden freigesetzt. „Darüber hinaus können Sprech- und Einsingübungen helfen, im Alltag besser ‚zu Wort‘ zu kommen“, so der Kreiskantor.
Die Teilnehmenden probierten sich im Improvisieren und im Kanon-Singen. Letzteres entpuppte sich als anspruchsvolle Übung, da es immer darum geht, auf die anderen zu hören und im Kontakt zu bleiben. Bekannte Kirchenlieder wurden neu variiert – „das klingt ja genial – obwohl wir gar kein Chor sind und ich eigentlich nicht singen kann“, meinte eine Teilnehmerin. PSW
Kreiskantor Wolfgang Flunkert und Petra Stach-Wittekind von der Regionalstelle Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herne. FOTO: PRIVAT